Regelmäßig lesen wir Informationen über Magnetbahnen, die falsch sind. Es ist schade, dass falsche Informationen teilweise viel Aufmerksamkeit erhalten. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, mit dieser Faktencheck-Seite, die einzelnen Falschinformationen herauszufiltern, und diese zu widerlegen. Diese Seite wird stetig aktualisiert.

Fahrweg

Fällt im Fahrweg der Strom für den Antrieb vollständig aus, würden die Fahrgäste dies nicht einmal direkt bemerken. Das Fahrzeug würde weiterhin schweben, und bis zu einer projektabhängig vordefinierten Haltestelle fahren, und anhand der Wirbelstombremse des Fahrzeugs an der Haltestelle bremsen. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass die Antriebsenergiequelle ausfällt. Die Hochgeschwindigkeits-Streckenabschnitte sind doppelgespeist. Fällt ein Unterwerk aus, würde das Fahrzeug mit verringerter Geschwindigkeit weiterfahren, da das andere Unterwerk weiterhin Energie speist.

Fahrzeug 

Technisch gesehen kann der Strom im gesamten Fahrzeug nie ausfallen. Jede Fahrzeugsektion verfügt über vier eigene, redundante und unabhängige Bordnetze, die jeden Magneten einzeln versorgen. Weitere Infos zu dieser Technologie: Energieversorgung des Transrapid-Fahrzeugs

Am Transrapid gescheitert ist lediglich der Bau von Strecken. Die Technologie ist nie gescheitert, der Transrapid Shanghai hat bereits 25.000.000 Millionen Kilometer hinter sich, und es ist immer noch kein Lebensende der Fahrzeuge in Sicht. 

Das Problem am Transrapid ist die fehlende Wartung. Für Hersteller von Hochgeschwindigkeitszügen ist die Wartung der Fahrzeuge das größte Geschäft. Da der Transrapid nativ einen bis zu 70% geringeren Wartungsaufwand trotz deutlich höherer Geschwindigkeit hat, wäre der Transrapid der Schienenkonkurrenz ein Dorn im Auge. So musste der Transrapid bisher immer weichen, aufgrund Lobbyismus.

Jedoch ist anzumerken, dass der Transrapid nie im Direktvergleich gegen den ICE verloren hat. Die Zugverbindung zwischen Hamburg-Berlin hat sich seit 1995 übrigens nie verbessert, sondern verschlechtert, um mehr als 20 Minuten. Auch in München wurde der Transrapid nicht durch eine konventionelle Rad-Schiene-Bahn ersetzt. 

Die 29,9 km lange SMT-Strecke verbindet den Flughafen Pudong mit einer Haltestation in einem Shanghaier Vorort.

Das Problem ist, dass die Fahrgäste vom Flughafen in die Innenstadt müssen. Würde man also den Transrapid nehmen, wäre man nach der Fahrt gezwungen, in die Metro oder Taxi umzusteigen. Daher entscheiden sich viele Fahrgäste, direkt in die Metro zu steigen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Transrapid in Shanghai aufgrund seiner technischen Eigenschaften defizitär ist. Im Gegenteil: In China plant man, die Strecke um 1.000 km zu erweitern. Im Rahmen dieses Projekts haben Tunnelbauten bereits begonnen. Nicht nur das: Man hat ein eigenes Fahrzeug entwickelt (CRRC 600), und möchte zusätzlich zur Erweiterung der SMT-Strecke ein Netz aufbauen, welches Chinas Metropolen verbindet.

Unter keinen Umständen. Die meisten Strecken wurden bereits vor dem Unfall abgesagt, und auch nach dem Unfall (menschliches Versagen) wurden weiterhin viele Strecken geplant. Bis 2011 wurde der Transrapid weiterhin staatlich gefördert und weiterentwickelt.

Aktuell existiert kein Museum, welches sich vollständig dem Transrapid widmet. Dies ändert sich momentan jedoch, die Samtgemeinde Lathen plant, einen Transrapid-Förderverein zu gründen, welcher die Fahrzeuge restaurieren wird und auch das Besucherzentrum mit Exponaten ausstattet. Es existiert noch kein Eröffnungstermin. 

Jedoch sind einige Fahrzeuge in Museen ausgestellt. Der TR06 ist im Deutschen Museum Bonn sichtbar, der TR05 ist im Technik Museum Kassel ausgestellt.

Überhaupt nicht.

  • 70% geringere Fahrweg-Wartungskosten
  • 60% geringere Fahrzeug-Wartungskosten
  • 40% geringerer Energieverbrauch bei 350 km/h, verglichen mit ICE3
  • Fahrweg ist bis zu acht mal länger haltbar, als ICE-Gleise (80 Jahre)
  • Verringerter Personalbedarf durch Automatisation und verringertem Wartungsaufwand

Wer den Transrapid als unwirtschaftlich bezeichnet, hat sich bloß noch nicht mit den Eigenschaften des Systems befasst.