Wann der Transrapid Sinn macht: Energieverbrauch

Der Transrapid ist für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Bei einer Geschwindigkeit von 350 km/h ist der Energiebedarf bis zu 40% geringer, als beim ICE (sofern er 350 km/h fährt). Bei 300 km/h ist der Energiebedarf „nur“ 30% geringer. Doch bei 100 km/h ist der Energiebedarf des Transrapid doppelt so hoch. Wie kommt es dazu?

Elektromagnetisches Schwebesystem

Für das elektromagnetische Schweben muss das Fahrzeug Energie aufwenden. Dabei handelt es sich circa um 1 – 1,7 kW pro Tonne. Ein TR08 mit 5 Sektionen wendet für das Schweben im Stillstand 494 kW/h auf. Bei einer Geschwindigkeit von 500 km/h beträgt dies jedoch einem geringen Prozentsatz des Gesamtenergiebedarfs.

Der Energiebedarf für das Schweben macht sich nur bei niedrigen Geschwindigkeiten bemerkbar. Durch den fehlenden Rollwiderstand, sowie dem optimalen Luftwiderstand, ist der Energiebedarf ab ca. 180 km/h niedriger, als beim ICE. Darunter ist er – tatsächlich – höher.

Es wird deutlich, dass der Energiebedarf des Transrapid bei niedrigen Geschwindigkeiten höher, bei hohen Geschwindigkeiten jedoch deutlich niedriger ist.

Transrapid ungeeignet für den Nahverkehr

Durch den erhöhten Energiebedarf bei niedrigen Geschwindigkeiten ist der Transrapid als Ersatz für den Nahverkehr ungeeignet. Das ist kein Wunder: Der Transrapid ist dafür auch überhaupt nicht gedacht. Bei längeren Strecken mit hohen Geschwindigkeiten macht der Transrapid jedoch definitiv Sinn – durch seinen niedrigeren Verbrauch, verglichen mit dem ICE (Eisenbahn).

Transport System Bögl deutlich effizienter

Die Nahverkehrs-Magnetschwebebahn TSB der Firmengruppe Max Bögl ist deutlich effizienter als der Transrapid. Hier werden für das Schweben lediglich 0,2 kW pro Tonne erfordert. So kann das TSB, trotz seines elektromagnetischen Schwebesystems, deutlich niedrigere Energieverbrauchswerte als herkömmliche Regionalbahnen erzielen. 

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