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Was uns 2022 erwartet

2021 ist eine Menge passiert. Von Eilmeldungen über die Reaktivierung der TVE, bis hin zur Fördervereinsgründung, gab es praktisch jeden Monat etwas, worüber wir berichteten. Genau so sieht es auch in China aus, dort bloß mit „echten“ Neuigkeiten. 2021 wurden mehr als fünf verschiedene Magnetschwebebahnen in China vorgestellt, wovon zwei auf dem Transrapid, eine auf dem TSB basiert. Doch wie sieht es 2022 aus? Insbesondere aufgrund unserer neuen Ampel-Regierung könnte sich hier auch politisch was tun.

Die Transrapid Versuchsanlage im Winter. Bild: David Harder

Der Transrapid Förderverein Emsland

Ende 2021 war es endlich soweit – der Transrapid Förderverein wurde gegründet. Darauf haben wir Jahre gewartet, nun ist es endlich soweit. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte eine große Vereinsgründung nie stattfinden, weshalb sie immer weiter verschoben wurde.

2022 plant der Förderverein erste Restaurierungsmaßnahmen an den verbliebenen Fahrzeugen. Je nachdem, wie es die Corona-Lage zulässt, könnten erste Ergebnisse bereits 2022 der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Der Förderverein sucht weiterhin nach Mitgliedern, die die Zukunft der Versuchsanlage mitgestalten möchten. Dafür kann sich jeder unter transrapid@lathen.de melden. Bedenkt bitte, dass es aufgrund des hohen Aufkommens, zu Verzögerungen bei der Antwort kommen wird.

Das Transport System Bögl

Das TSB in Sengenthal. Bild: Simon Niedermeyer

Neben dem Transrapid gibt es in Deutschland auch das Transport System Bögl, eine Nahverkehrs-Magnetschwebebahn mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 km/h.

Deutschlandweit werden, im Gegensatz zum Transrapid, viele kleinere Strecken anvisiert. Es könnte sein, dass wir 2022, sofern alles gut verläuft, über den Baubeginn einer ersten kommerziellen Magnetschwebebahnstrecke in Europa berichten können.

Viele Gutachten / Studien sind bereits weit fortgeschritten, es liegt nun nur noch an der Politik, sich dafür einzusetzen. Unter anderem könnte München mit einem TSB ausgestattet werden, sowie der Frankfurter Flughafen.

China

Bezüglich Magnetschwebebahnen passiert in China aktuell das meiste: Man arbeitet an mehr als fünf Magnetschwebebahnen gleichzeitig. Dazu gehören…

So liegt es nah, dass dort 2022 eine Menge passieren wird. Wir warten weiterhin auf die Bekanntgabe der ersten kommerziellen Strecke des 600 km/h schnellen Transrapid, den CRRC CF600. Auch die Zukunft der SMT-Strecke ist ungewiss, sie ist nun seit fast 20 Jahren im Betrieb – technisch ist alles super, von Innen ist der Zustand der Züge jedoch nicht mehr ganz so frisch. Die Strecke könnte eine Fahrweg-Rejustierung gut verkraften, da der Fahrkomfort aufgrund der Erdbodenabsackungen in Shanghai gesunken ist. Wer weiß, vielleicht wird das gemacht, wenn man sich für eine Verlängerung entscheidet. 

Eine neuartige Kopie des TSB aus China hat uns zum Jahresende überrascht. Bild: WeChat

Die MAGLEV2022 Konferenz

Regelmäßig finden fachliche, wissenschaftliche, internationale Konferenzen statt, auf welchen aktuelle Entwicklungen aus aller Welt geteilt werden. Bereits 2020 sollte sie in Changsha stattfinden, was jedoch aufgrund der Pandemie immer weiter verschoben wurde. Läuft alles gut, könnte sie Ende 2022 stattfinden. Mehr Infos: HIER

Die neue Regierung und der Transrapid

Seit neustem ist das Verkehrsministerium mit einem neuen Minister besetzt, Volker Wissing (FDP). Er löst Andreas Scheuer (CDU) ab, welcher vom TSB begeistert war, den Transrapid jedoch nicht so ganz feierte.

Ob der neue Verkehrsminister eine andere Meinung vertritt, ist unklar. Eine Antwort auf unsere E-Mail steht noch offen. Vielleicht ist es erwähnenswert, dass Christian Lindner (FDP) sich, während des Wahlkampfs, mehrfach positiv über die Idee einer europäischen Hochgeschwindigkeitstrasse (darunter z.T. Transrapid), aussprach.

Die Transrapid-Versuchsanlage Emsland

Ich kann euch erleichtern: Die Versuchsanlage wird 2022 definitiv nicht abgerissen. Aktuell ist man auf der Suche nach alternativen Verwendungszwecken. 

Am wahrscheinlichsten ist hier die Reaktivierung der TVE als europäisches Hyperloop-Entwicklungszentrum. Würde man dies schaffen, wird die erste deutsche Hyperloop-Strecke wohl im Emsland liegen.

Weitere Pläne, darunter die Reaktivierung als echte 600 km/h Transrapid-Strecke mit dem chinesischen Partner CRRC, sind mit der Zeit leider unrealistisch geworden.

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