Die Transrapid Versuchsanlage Emsland

Als Gerhard Hugenberg, damaliger Geschäftsführer der Emsland GmbH, von der Suche nach einem neuen Standort für eine Versuchsanlage mitbekam, setzte er sich für eine emsländische Versuchsanlage ein. Damals litt das Emsland unter Jugendarbeitslosigkeit. Die TVE war vielversprechend, sie würde viele Arbeitsplätze erschaffen und Tourismus ins Emsland bringen. Nachdem Gerhard Hugenberg das Emsland vorgeschlagen hat, hat man den Standort geprüft. Man war sich einig, der Transrapid kommt ins Emsland. 

Die TVE ist insgesamt 31,8 km lang. Es wurden verschiedene Bauweisen und Träger erprobt. Gebaut wurde die TVE in zwei Bauabschnitten.
Der erste Bauabschnitt wurde von 1980 bis 1983 gebaut.
Dieser umfasste die gesamte Nordschleife samt Weg zur Versuchshalle.  

Der zweite Bauabschnitt wurde von 1983 bis 1987 gebaut.
Hier flossen bereits erste Erkenntnisse und Erfahrungen in die Konstruktion ein, es wurden Beton und Stahlträger der zweiten Generation verbaut. Auch die Stützen unterscheiden sich. Der zweite Bauabschnitt umfasst die Südschleife samt Weg zur Versuchshalle. In der Südschleife sind die Stützen bis zu 11 m hoch.

Alle Betonträger wurden in Lathen gefertigt, auf einer Feldfabrik der Firma Dyckerhoff&Widmann.

Die Stahlträger wurden bei Thyssen-Klönne in NRW gefertigt, jedoch in Lathen mit der Fahrwegausrüstung ausgestattet. 

Gerd Hugenberg hat die Teststrecke nicht nur ins Emsland geholt, ihm hat man es auch zu verdanken, dass aus einer technischen Versuchsanstalt für Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahnen eine Touristenattraktion wurde. Tatsächlich wurde der Besuchereinstieg und das Besucherzentrum erst Ende der 1990er Jahre gebaut, davor waren dort lediglich Parkplätze. 

Ursprünglich sollte die TVE nur zehn Jahre im Emsland stehen. Der Fahrweg, sowohl als auch die Versuchshalle, wurden auf eine Lebensdauer von nur zehn Jahren konzipiert. 

Bereits 1991 wurde am TR07 die technische Einsatzreife erkannt. Damit hat die TVE Sinn theoretisch bereits erfüllt. Doch es waren weiterhin Tests erforderlich, um das System weiter zu optimieren.
So wurde 1993 mit dem TR07 eine Geschwindigkeit von 450 km/h erreicht.
In den kommenden Jahren wurden zwei weitere Fahrzeuge erprobt. 

Seit 2011 bestand kein weiterer Bedarf an einer Versuchsanlage. Die Fahrzeuge wurden zugelassen, weiterentwickelt und serientauglich. Das einzige, was fehlt, sind Zahlen aus dem echten Fahrgastbetrieb. 

Comments are closed.