Baerbock lehnt Transrapid ab

Heute wurde bekannt, dass Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, den Transrapid ablehnt. Es sei, laut Antwort auf „Abgeordnetenwatch“, wichtiger, das vorhandene Bahnnetz auszubauen.

„Das Transrapid-Konzept konnte sich in Deutschland nicht durchsetzen und es ist derzeit auch kein Baustein, um den europaweiten Schienenverkehr zu verbessern. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der weiteren Verbesserung des sogenannten „Rad-Schiene-Systems“, also des konventionellen Schienenverkehrs. Der Vorteil ist, dass hier bereits ein großes Infrastrukturnetz in Deutschland und Europa besteht, das gleichwohl weiter verdichtet und modernisiert werden sollte. Somit muss keine parallele Infrastruktur komplett neu aufgebaut werden. Gleichzeitig bietet dieses System ebenfalls viel Potenzial für schnelle Verbindungen zwischen Metropolen und Ballungsgebieten, das wir Grüne heben wollen, um die Mobilität in Deutschland und Europa zu verbessern.“ – Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/annalena-baerbock/…

Aus umweltpolitischer Sicht ist die ablehnende Haltung gegenüber dem Transrapid unbegründbar, da der Transrapid für die Umwelt nur Vorteile bringt, sofern man ihn richtig einsetzt. Abgesehen vom bis zu 40% geringeren Energiebedarf und den 80 Jahre haltbaren Fahrwegen, ist der Transrapid aufgrund seiner aufgeständerten Bauweise eines der wenigen Verkehrsmittel, die den Wildwechsel nicht beeinträchtigen. So können Felder weiterhin landwirtschaftlich bewirtet werden. 

Dabei muss angemerkt werden, dass der Transrapid die Rad/Schiene-Infrastruktur nicht ersetzen soll, sondern ergänzen und entlasten. 

TR09 auf der emsländischen Teststrecke. Bild: Thyssenkrupp Transrapid

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